1968 – bis heute … in ruhiges Wasser?

Unser Gründungsjahr, das Jahr 1968, war ein Jahr des Umbruchs und des Aufbruchs, verbunden mit großen Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Kultur.

Ganz besonders jedoch war 1968 eine Zeit, in der sich die Sichtweise auf die sozialen Probleme unseres Landes  veränderte. Politiker und auch wir Privatleute erkannten, dass Hilfe für die Bedürftigen unserer Gesellschaft keinen Almosencharakter haben durfte, sondern nur unter der Mitarbeit der Betroffenen verwirklicht werden konnte:

„Senioren aus ihrer Isolation zurück in die Gemeinschaft zu bringen, braucht einen Rahmen, in dem diese Senioren selbst aktiv werden können.“

Um diesen Rahmen zu schaffen, fanden sich im Herbst 1968 acht Bürger aus Mönchengladbach und Rheydt zusammen und gründeten den Verein „Sport für betagte Bürger“. 

Vielen sind die Namen der Gründungsmitglieder noch immer ein Begriff:

  1. OB Wachtendonk

  2. Bürgermeister Rieken

  3. Ernst Frings

  4. Gerd Mierke

  5. A. Hurtmanns

  6. Frau M. Xhaget 

  7. Marcell und Käthe Stroetges

Unser gemeinnütziger Verein entwickelte sich in den Folgejahren rasant und zeigte damit, dass sein Konzept auf eine  große Nachfrage traf. Zahlreiche Gründungen weiterer Vereine mit tausenden von Mitgliedern führte zur Gründung des NRW-Verbandes Sport für betagte Bürger.

Im Jahre 1983 wurde mit Mitteln aus Bund und Land das einzigartige Altensportzentrum in der Aachener Straße errichtet. Die Stadt Mönchengladbach beteiligt sich zu einem Teil an den Kosten für den Unterhalt.

Auch die Sozial- und Sportwissenschaft zeigte reges Interesse am Modellfall „Sport für betagte Bürger“. Zahllose auch internationale Veröffentlichungen befassen sich mit dem Thema.

Mittlerweile hat der Verein auch ein Haus der stationären Altenpflege und eine Einrichtung für betreutes Wohnen unter seinem Dach.

Dies alles war und ist bis heute nur möglich, weil sich viele Mitglieder selbst ehrenamtlich mit großem Einsatz in die Betreuung von Senioren einbringen.

Ist es also jetzt an der Zeit, sich zurückzulehnen und das Schiff in ruhigeres Fahrwasser zu steuern?

Keineswegs!

Es gilt die Unterstützung von Bund, Land und Kommune für den sozialen Altensport zu erhalten und auszubauen, denn angesichts der Bevölkerungsentwicklung muss der soziale Altensport unbedingt Kernaufgabe von Sozialpolitik und Sport bleiben!

Wenn in Zeiten leerer Kassen die Tendenz besteht, sich mit dem Hinweis auf die „Freiwilligkeit der Leistung“ aus der Verantwortung zu nehmen, so ist dies doch außerordentlich kurz gedacht.

Schaut man genauer hin, so ist jeder Euro, den man präventiv im Bereich des sozialen Altensportes ausgibt sehr gut angelegt. Prävention macht ein Vielfaches an Mitteleinsatz im sozialen Bereich unnötig, weil sie teure Notlagen vermeidet.

„Sport für betagte Bürger“ bietet ein integriertes Konzept der Seniorenbetreuung: Vom selbstständigen aktiven Senior bis zum intensiv pflegebedürftigen alten Menschen in seinen letzten Jahren.

Es lohnt sich für dieses Konzept zu streiten! Streiten Sie mit!

Herzlichst,

Ihre Käthe Stroetges

Historische Eckdaten

1968    Gründung des Vereins
            „Sport für betagte Bürger

1976    Der Verein wird Modellfall

1983    Einweihung des Altensportzentrums

1989    Inbetriebnahme des
            Käthe Stroetges Haus:
            Kurzzeitwohnen für Senioren

1997    Betreutes Wohnen,
            Altenbroicher Straße

1998    Käthe Stroetges Haus wird
            Altenheim

2009    Ambulanter Pflegedienst betreut
            Senioren auch zu Hause

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